Brückenbau
Die Übersicht zeigt ausgewählte Projekte, die im Rahmen früherer Tätigkeiten unserer Ingenieure begleitet wurden.
Abgedeckt wurden dabei Leistungen der Tragwerksplanung und Nachweisführung für Brückenbauwerke in Stahl- und Stahlverbundbauweise - von der Entwurfsplanung über die Ausführungsstatik bis zur Werkstattplanung. Enthalten sind Neubauprojekte sowie Verstärkungs- und Instandsetzungsmaßnahmen im Bestand.
RTW Süd 1 (Stabbogenbrücke)
- Ort/Lage: Frankfurt am Main – im Bereich S-Bahn-Station „Frankfurt Stadion“ / Deutsche Bank Park; Überführung der Neubaustrecke (RTW) über bestehende DB-Gleisanlagen (u. a. Strecke Frankfurt–Mannheim) nahe Parkplatz „Gleisdreieck“
- Bauzeit/Einbau (öffentlich dokumentiert): Vormontage ab 2023, Brückeneinschub/Einhub im Jahr 2024
- Bauart/Material: Eingleisige Stahl-Stabbogenbrücke (zwei Bogenebenen mit Hängern); Überbau mit orthotroper Fahrbahn und beidseitigen außenliegenden Gehwegen/Kabelkanälen
- Kennzahlen: größte Stützweite 113,2 m (≈ 113 m); (öffentlich) Brückenlänge ca. 113 m, Gewicht ca. 1.300 t, Bauwerkshöhe ca. 18 m
- Projektzeitraum (Bearbeitung): 2020–2021
- Erbrachte Leistung: Ausführung (A)
- Referenz: Projekterfahrung und -Bearbeitung unserer Ingenieure vor der Tätigkeit bei STRANA
Im Zuge der Regionaltangente West (RTW) – einer neuen tangentialen Schienenverbindung im Rhein-Main-Gebiet – entsteht im Abschnitt „Süd 1“ eine markante Stabbogenbrücke im Bereich Frankfurt-Stadion. Das Bauwerk überführt die neue RTW-Trasse ohne Zwischenstützen über ein dicht belegtes Gleisfeld; die Bauform ermöglicht die große Spannweite, ohne in den Gleisbereich eingreifen zu müssen. Die Brücke wurde in der Nähe (Parkplatz „Gleisdreieck“) vormontiert und anschließend in einer Sperrpause präzise in Endlage eingehoben/eingeschoben.


Saarbrücke Mettlach (L 176) – Hängebrücke über die Saar
- Ort/Lage: Mettlach (Saarland) - Verbindung Ortsmitte Mettlach ↔ Keuchingen; Überführung der L 176 über die Saar.
- Baujahr: 1951/1952 (Nachkriegsneubau; Bestandsbauwerk)
- Bauart/Material: Stahl-Hängebrücke
- Kennzahlen: größte Stützweite ca. 107,9 m (Gesamtlänge ca. 108 m)
- Projektzeitraum (Bearbeitung): 2021
- Erbrachte Leistung: Gutachten, Objektbezogene Schadensanalyse, Nachrechnung
- Referenz: Projekterfahrung und -Bearbeitung unserer Ingenieure vor der Tätigkeit bei STRANA
Die Saarbrücke Mettlach ist eine markante, denkmalgeschützte Stahl-Hängebrücke und verbindet die Ortslage Mettlach mit dem gegenüberliegenden Ortsteil Keuchingen. Im Rahmen der Bearbeitung 2021 wurden eine objektbezogene Schadensanalyse (Zustandserfassung, Bewertung und Ursachenanalyse) sowie eine Nachrechnung des Bestandsbauwerks durchgeführt. Die Ergebnisse dienten als Grundlage für die Beurteilung der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit sowie für die Ableitung von Erhaltungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen.

© Michielverbeek / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)
Weserbrücke Fuhlen (L 434), Hessisch Oldendorf/Fuhlen
- Ort/Lage: Niedersachsen, Landkreis Hameln-Pyrmont - Weserquerung zwischen Hessisch Oldendorf und dem Ortsteil Fuhlen im Zuge der Landesstraße L 434.
- Baujahr: Ersatzneubau 2017-2018 (Inbetriebnahme/Verkehrsumlegung 2018); Vorgängerbauwerk u. a. von 1953 (historische Weserquerung am Standort).
- Bauart/Material: Strombrücke als Stabbogenbrücke in Stahlverbundkonstruktion; zusätzlich nördliche Flutbrücke (Spannbeton).
- Kennzahlen: Stützweite der Strombrücke L = 109,0 m.
- Projektzeitraum (Bearbeitung): 2017-2019
- Erbrachte Leistung: Mitwirkung bei der bautechnischen Prüfung von Baubehelfen (Montage) und Hilfskonstruktionen
- Referenz: Projekterfahrung und -Bearbeitung unserer Ingenieure vor der Tätigkeit bei STRANA
Die Weserbrücke bei Fuhlen ist eine zentrale Querung der Weser und verbindet Hessisch Oldendorf mit dem Ortsteil Fuhlen. Aufgrund der verkehrlichen Bedeutung und des Erneuerungsbedarfs des Bestandsbauwerks wurde ein Ersatzneubau realisiert. Der Neubau reduziert die Anzahl der Teilbauwerke gegenüber dem Bestand und wurde als leistungsfähige Stabbogenbrücke in Stahlverbundkonstruktion mit 109 m Stützweite für die Stromquerung geplant/ausgeführt; ergänzt wird das Bauwerk durch eine nördliche Flutbrücke. Ein wesentlicher Bauabschnitt war die Montage bzw. das Einschieben/Positionieren des großen Stahlüberbaus („Hochzeit“/Einheben in Endlage) im Jahr 2017; 2018 erfolgte die Verkehrsumlegung bzw. Wiederfreigabe für den Kfz-Verkehr, während Restarbeiten (u. a. Radweg) nachliefen. Im Zuge der Projektbearbeitung erfolgte die Mitwirkung bei deren bautechnischer Prüfung (u. a. Montage-/Erectionskonzept, temporäre Tragsysteme und Stabilität im Bauzustand), um eine regelkonforme Ausführung und die Sicherheit in den Bau- und Montagephasen sicherzustellen.

Trenčín: Brücke zur Insel „Ostrov“
- Kategorien: Brücken, Fußgängerbrücken
- Ort/Lage: Trenčín – Brücke zur Insel-/Freizeitzone „Ostrov“ (im Umfeld der städtischen Bade-/Plaváreň-Anlagen)
- Baujahr: 1953-1956
- Bauart/Material: Stahlbetonbrücke
- Kennzahlen: größte Stützweite 43 m; Gesamtlänge ca. 114 m
- Projektzeitraum (Bearbeitung): 2014-2016
- Erbrachte Leistung: Sanierungsmaßnahmen, Ausführungspläne
- Referenz: Projekterfahrung und -Bearbeitung unserer Ingenieure vor der Tätigkeit bei STRANA
Die bestehende Stahlbetonbrücke verbindet die Stadt Trenčín mit der Insel- und Freizeitzone „Ostrov“ und stellt eine zentrale Zuwegung im Umfeld der städtischen Badeinfrastruktur dar. Im Zeitraum 2014-2016 wurden im Rahmen einer umfassenden Sanierung Ertüchtigungsmaßnahmen geplant und bearbeitet. Die Maßnahme umfasste die Ertüchtigung der Gründung und der Widerlager sowie den Austausch der Lager. Zur Tragwerksverstärkung wurden Längs- und Quervorspannung vorgesehen bzw. umgesetzt; ergänzend erfolgte eine Ertüchtigung des Tragwerks, u. a. am Hauptträger, durch zusätzliche Schubbewehrung.
Zudem wurde eine neue Verbundfahrbahnplatte hergestellt. Für diese Maßnahmen wurden die Ausführungspläne erstellt. Im Zuge der Umsetzung wurde die Brücke funktional aufgewertet: Die Geh- und Radwege wurden durch seitlich angeordnete, an der Brückenkonstruktion befestigte Konsolen/Anbauteile erweitert und die Verkehrsführung angepasst. Dadurch wurde die Fahrbahnbreite um 1,0 m von 5,0 m auf 6,0 m vergrößert.

Schlossbrücke Ritterhude (L 151 über die Hamme)
- Kategorien: Brücken
- Ort/Lage: Ritterhude (Landkreis Osterholz, Niedersachsen) - Querung der Hamme im Zuge der Landesstraße L 151
- Baujahr (Bestand): 1952 (Wiederaufbau nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg; Zwei-Feld-Brückenbauwerk)
- Bauart/Material (Bestand): Stahlbrücke.
- Kennzahlen: größte Stützweite 36,81 m
- Projektzeitraum (Bearbeitung): 2016-2017
- Erbrachte Leistung: Prüfung (P)
- Referenz: Projekterfahrung und -Bearbeitung unserer Ingenieure vor der Tätigkeit bei STRANA
Die Schlossbrücke ist eine zentrale Hamme-Querung in Ritterhude und ein wesentliches Bindeglied für die ansässige Bevölkerung sowie den täglichen Pendelverkehr in Richtung Norden Bremens und den Landkreis Osterholz. Auch Schwerlast- und Lieferverkehr sowie die Landwirtschaft sind auf diese Verbindung angewiesen. Das über 70 Jahre alte Bestandsbauwerk (Wiederaufbau 1952 als Zwei-Feld-Brücke) wird aufgrund des baulichen Zustands seit Juli 2024 durch ein leistungsfähiges Ersatzbauwerk nach modernen Bau- und Verkehrsstandards ersetzt.

© H3 Entwicklungsgesellschaft mbH
EÜ Davenstedter Straße (Hannover) – Ersatzneubau
- Ort/Lage: Hannover - Eisenbahnüberführung der Güterumgehungsbahn über den Grünzug an der Fösse(Kreuzung mit Weg und Gewässer Fösse); Teil der DB-Brückenserie 2 (Strecke 1750 Wunstorf–Lehrte, westlicher Teil)
- Baujahr (Bestand): 2018
- Bauart/Material (Bestand): Eisenbahnüberführung (EÜ) - stählerne Trogbrücke
- Kennzahlen: größte Stützweite 18,56 m
- Projektzeitraum (Bearbeitung): 2017
- Erbrachte Leistung: Mitwirkung bei der bautechnischen Prüfung (Prüfstatik)
- Referenz: Projekterfahrung und -Bearbeitung unserer Ingenieure vor der Tätigkeit bei STRANA
Die Eisenbahnüberführung „Fösse - Grünzug“ ist Teil der Brückenserie Hannover 2 und überführt die DB-Gleise über die Fössequerung im Grünzug. Im Zuge der Erneuerung/Ersatzneubau-Maßnahme wurden die statischen Nachweise und Ausführungsunterlagen im Rahmen der bautechnischen Prüfung (Prüfstatik) geprüft, um eine regelkonforme Ausführung sowie die Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks sicherzustellen.

© Gerd Fahrenhorst / Wikimedia Commons (CC BY 4.0), Quelle: Wikimedia Commons.
Kattwykbrücke (Hamburg, Alte Hubbrücke / Straßenbrücke)
- Ort/Lage: Hamburg (Hafen) - Süderelbe; Verbindung Moorburg ↔ Kattwyk-Halbinsel/Hohe Schaar (Wilhelmsburg)
- Baujahr: 1971-1973 (Einweihung 21.03.1973).
- Bauart/Material: Stählerne Hubbrücke (Fachwerk)
- Kennzahlen: größte Stützweite (Hubteil) 106,1 m; Seitenfelder 89,6 m + 89,6 m; Gesamtlänge ca. 290 m
- Projektzeitraum (Bearbeitung): 2021
- Erbrachte Leistung: Prüfung (P)
- Referenz: Projekterfahrung und -Bearbeitung unserer Ingenieure vor der Tätigkeit bei STRANA
Die Kattwykbrücke ist eine der markanten beweglichen Elbquerungen im Hamburger Hafen. Als Hubbrücke ermöglicht sie die Durchfahrt großer Seeschiffe zur Anbindung der Harburger Seehäfen und verbindet gleichzeitig die südlichen Hafengebiete (Moorburg) mit Wilhelmsburg/Hohe Schaar. Das Bestandsbauwerk aus den 1970er-Jahren war ursprünglich für kombinierte Verkehrsführungen ausgelegt; seit Inbetriebnahme der neuen Bahn-Hubbrücke wird die alte Kattwykbrücke im Wesentlichen als Straßenbrücke genutzt. Die Projektbearbeitung 2021 umfasste Leistungen im Rahmen der Bauwerksprüfung als Grundlage für die Erhaltung und den sicheren Weiterbetrieb.

© NordNordWest / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)

